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M2 erhält die Amazon QuickSight Service Delivery Designation
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Warum eine Auszeichnung für Amazon QuickSight mehr mit Open Data, datengetriebener Verwaltung und dem öffentlichen Sektor zu tun hat, als man auf den ersten Blick vermuten würde.
M2 hat die AWS Service Delivery Designation für Amazon QuickSight erhalten. Das klingt zunächst nach einem weiteren Badge im Portfolio eines AWS-Partners. Aber wer versteht, was hinter diesem Programm steckt, erkennt schnell: Diese Auszeichnung ist kein Marketing-Label — sie ist das Ergebnis einer harten technischen Validierung durch AWS Solutions Architects.
Das AWS Service Delivery Program prüft Partner auf tiefgreifende technische Expertise, nachweislichen Kundenerfolg und die konsequente Einhaltung von AWS Best Practices für einen spezifischen Service. Dazu gehören Architektur-Reviews durch AWS, dokumentierte Kundenreferenzen und der Nachweis, dass der Partner den jeweiligen AWS-Service nicht nur implementiert, sondern in komplexen Produktivumgebungen erfolgreich betreibt.
Für M2 bedeutet das konkret: Unsere Arbeit mit Amazon QuickSight — von der Implementierung über Dashboard-Design bis hin zum Embedding in bestehende Anwendungen — wurde von AWS geprüft und für exzellent befunden und das auf Basis realer Kundenprojekte, nicht auf Basis von Zertifikats-Sammlungen.
Den Grundstein für diese Auszeichnung hat ein Projekt gelegt, das exemplarisch für die Herausforderungen des öffentlichen Sektors in Deutschland steht: die Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Infrastruktur und Digitales des Landes Sachsen-Anhalt.
Sachsen-Anhalt treibt mit der Strategie »Sachsen-Anhalt Digital 2030« die Digitalisierung der Landesverwaltung voran — mit über 150 konkreten Zielen, darunter auch eine Open-Data-Strategie, die Verwaltungsdaten standardisiert und maschinenlesbar zugänglich machen soll. Das Land ist 2023 dem bundesweiten Datenportal GovData beigetreten und arbeitet aktiv an der Bereitstellung offener Geodaten und Verwaltungsinformationen.
In diesem Kontext war die Anforderung klar: Es brauchte eine skalierbare, cloudbasierte BI-Lösung, die Verwaltungsdaten nicht nur speichert, sondern visuell aufbereitet, interaktiv nutzbar macht und sich nahtlos in bestehende Infrastrukturen einbetten lässt. Bisher kamen in vielen Behörden On-Premise-Tools wie InstantAtlas zum Einsatz — leistungsfähig für kartenbasierte Dashboards, aber zunehmend limitiert durch Wartungsaufwand, starre Lizenzmodelle und fehlende Cloud-Integration. Die Wahl fiel auf Amazon QuickSight — und M2 wurde als Implementierungspartner beauftragt.
Unterstützt wurde das Projekt durch Ingram Micro als AWS-Vertriebspartner, der die Brücke zwischen Cloud-Technologie und öffentlichem Beschaffungswesen geschlagen hat — ein nicht zu unterschätzender Faktor in Projekten mit Ministerien und Behörden.
Viele deutsche Landesbehörden und kommunale Statistikämter setzen bis heute auf InstantAtlas für ihre Gesundheitsatlanten, Kreismonitore oder Wahlatlanten. Doch seit der Übernahme durch Esri UK haben sich Lizenzmodell und strategische Ausrichtung grundlegend verändert. Die öffentliche Bereitstellung von Dashboards ist deutlich teurer und komplizierter geworden — ein Widerspruch zum Anspruch, Daten niedrigschwellig und barrierefrei zugänglich zu machen.
Hinzu kommen strukturelle Limitierungen: On-Premise-Infrastruktur mit hohem Wartungsaufwand, fehleranfällige Datenimporte über CSV und Excel, geringe Flexibilität bei der visuellen Gestaltung und eine fragmentierte, dezentrale Beschaffung ohne bundesweiten Rahmen. All das steht im Kontrast zu dem, was moderne Datenkommunikation im öffentlichen Sektor leisten muss.
Amazon QuickSight setzt hier den Kontrapunkt: Cloud-nativ, skalierbar, DSGVO-konform mit Daten-Hosting in der EU — und künftig zusätzlich absicherbar über die AWS European Sovereign Cloud in der Region Brandenburg. Dazu kommt ein Feature, das den Unterschied markiert: Mit dem KI-Agenten Amazon Q können auch nicht-technische Nutzer komplexe Fragen in natürlicher Sprache stellen und sofort visuelle Antworten erhalten — ein Paradigmenwechsel für die Demokratisierung von Verwaltungsdaten.
QuickSight ist eine vollständig verwaltete, KI-gestützte BI-Plattform ohne eigene Serverinfrastruktur und mit Pay-per-Session-Modell. Für den öffentlichen Sektor ergibt sich daraus ein einzigartiges Profil:
Die AWS Service Delivery Designation bestätigt nicht nur, dass M2 Amazon QuickSight implementieren kann – sie bestätigt, dass wir es nach den Architekturstandards von AWS richtig tun. Entscheidend ist dabei ein anderer Blick auf Business Intelligence: QuickSight wird nicht als isoliertes Dashboard-Tool verstanden, sondern als Teil einer durchgängigen Datenarchitektur auf AWS.
Was bedeutet das in der Praxis? M2 integriert QuickSight direkt in bestehende Datenlandschaften – von Amazon S3, Redshift und Athena bis hin zu On-Premise-Systemen. Gleichzeitig entstehen interaktive Dashboards, die Daten nicht nur visualisieren, sondern verständlich machen und Entscheidungsprozesse unterstützen.
Doch der eigentliche Mehrwert entsteht dort, wo Daten genutzt werden. Wie lassen sich Analysen in bestehende Systeme integrieren? Genau hier setzt M2 an: QuickSight-Dashboards werden in Fachverfahren, Portale oder Open-Data-Plattformen eingebettet und damit Teil des täglichen Arbeitens. So entsteht aus einem BI-Tool eine skalierbare Datenplattform – und aus Daten echte Entscheidungsgrundlagen.
Die QuickSight Service Delivery Designation reiht sich ein in eine Serie von AWS-Validierungen, die M2 aufgebaut hat. Als AWS Advanced Tier Services Partner mit zusätzlicher AWS Systems Manager Delivery Competence deckt M2 nun sowohl die BI- und Analyseschicht als auch den operativen Cloud-Betrieb mit geprüften Kompetenzen ab.
Für Kunden — insbesondere aus dem öffentlichen Sektor, der KRITIS-Branche und für DAX-Unternehmen — hat das einen konkreten Nutzen: Sie können im AWS Partner Solutions Finder gezielt nach Partnern mit genau dieser Spezialisierung suchen. Die technische Qualität ist nicht behauptet, sondern von AWS validiert.
Open Data ist in Deutschland noch immer ein Entwicklungsfeld. Sachsen-Anhalt hat den Beitritt zu GovData vollzogen und arbeitet an einer umfassenden Open-Data-Strategie. Aber offene Daten allein schaffen keinen Mehrwert — erst die Visualisierung, Analyse und Einbettung in Entscheidungsprozesse machen aus Rohdaten nutzbare Informationen.
Genau hier liegt die Schnittmenge: QuickSight ist prädestiniert dafür, Open-Data-Bestände nicht nur darzustellen, sondern sie über eingebettete Dashboards auf Bürgerportalen und in behördlichen Fachverfahren lebendig zu machen. Der Umstieg von On-Premise-Tools wie InstantAtlas auf eine Cloud-native Plattform ist dabei weit mehr als ein Tool-Wechsel — er markiert einen grundlegenden Schritt hin zu standardisierten und interoperablen Datenplattformen, ganz im Sinne der Bundesdatenstrategie.
Für M2 ist die QuickSight Service Delivery Auszeichnung ein weiterer Baustein einer klaren strategischen Ausrichtung. Das Ziel: ein führender Daten- und Cloud-Partner für Organisationen zu sein, die mit ihren Daten echte Wirkung erzielen wollen — im öffentlichen Sektor ebenso wie in der Industrie oder in stark regulierten Umgebungen. „Genau darauf arbeiten wir stetig hin“, sagt Florian Rieger, Team Lead Tech & Senior Solution Architect bei M2.
Auf dem AWS Summit in Hamburg am 20. Mai 2026 werden wir genau darüber sprechen — mit einem Use Case auf der Public Stage, der zeigt, wie datengetriebene Lösungen auf AWS in der deutschen Verwaltung funktionieren.
Denn am Ende geht es nicht um Technologie.
Es geht darum, Verwaltungen in die Lage zu versetzen, ihre Daten systematisch zu nutzen, fundierte Entscheidungen zu treffen und Transparenz dort zu schaffen, wo sie gesellschaftlich gebraucht wird. Wenn Daten verständlich werden, wird Verwaltung handlungsfähig und genau hier beginnt die eigentliche digitale Transformation.