Von Sebastian Wolf Siebzehnrübl – Eine visuelle Organisation ist (laut Phil Simon, http://eu.wiley.com/WileyCDA/WileyTitle/productCd-1118794389.html) eine Organisation, die zunehmend neue Datenvisualisierungstools einsetzt, um den Mitarbeitern auf allen Ebenen zu helfen, bessere Entscheidungen zu treffen.

Historisch gesehen haben viele Organisationen Dashboards, KPIs oder Visualisierungs-Tools verwendet, aber sie sind eher auf die Führungskräfte ausgerichtet. So habe auch ich diese kennengelernt. Durch moderne Tools wie Tableau werden Daten nun aber viel demokratischer.

Als ich bei M2, nach der TCOT 2016 in München, begann zu arbeiten, hat mich genau dieser Aspekt begeistert. Diese Tools sind viel leistungsfähiger. Sie sind leichter zu nutzen als früher, beispielsweise auch über mobile Geräte. Man braucht zudem keine technische Person zu sein, um Datenvisualisierungen zu nutzen, um bessere Entscheidungen zu treffen. Es sind echte, intuitive Werkzeuge der digitalen Transformation.

Wir reden hier übrigens nicht nur über die Erstellung eines statischen Kreisdiagramms oder Balkendiagramms. In visuellen Organisationen sind die Werkzeuge interaktiver. Endnutzer, vom Line-Manager bis hin zum CEO, können regelrecht Gespräche mit Daten führen. Datenanalyse ist eine Entdeckungsreise. Das ist für manche auch erschreckend, neu. Es ist kein linearer Prozess, vielmehr iterativ. Man weiss nicht, wohin einen die Daten führen werden. Sicher allein ist, dass Mitarbeiter, die mehr und mehr Daten visualisieren können, bessere Entscheidungen treffen.

Tools wie Tableau spielen hier eine signifikante Rolle: Organisationen wenden schlicht nicht so viel Zeit und Ressourcen darauf, zwischen IT und den Geschäftsbenutzern zu vermitteln. Entscheidungsfindung wird demokratischer.

Was ist aber der eigentliche Motor dieser Entwicklung? Was ist die eigentliche Kraft der Datenvisualisierung? Das menschliche Gehirn reagiert 60.000 Mal schneller, wenn Daten visualisiert sind. Es ist eine Reduktion der Komplexität der Realität. Die Datenvisualisierung ermöglicht es beispielsweise, schnell Ausreißer oder mögliche Fehler zu identifizieren. Richtig spannend wird dies, wenn es satt Fehler zu identifizieren, Potentiale hebt!

Paul Simon beschreibt in seinem Buch den eindrucksvollen Fall von NETFLIX zur Innovation mittels Datenvisualisierung: Netflix ist in der Lage zu quantifizieren, was Benutzer tun. Dies beinhaltet, wenn Sie pausieren, wenn Sie einen Film zurückspulen, wenn Sie es noch einmal sehen und Ihre Bewertung. Das sind alles unglaublich wertvolle Informationen.Netflix’s Geschäftsmodell basiert auf einer monatlich kündbaren Mitgliedschaft und es gibt keinen Vertrag. Man ist auf Netflix, solange es einem nützlich ist. Basta! Der Kundennutzen ist oberstes Gebot. Seine Ermittlung geschäftskritisch. Wie erreicht Netflix dieses Ziel? Nun, ein Teil des Netflix-Algorithmus für das Matching der Filme und TV-Shows für Kunden ist farbcodiert: die Farben auf des “Cover” des Films oder der Show. Zum Beispiel ist Arrested Development: Das Cover der Show ist orange. Vielleicht ist man prädisponiert, um mehr in dieser Farbpalette zu sehen? Warum nicht diese vermutete Tatsache als Teil eines passenden Algorithmus verwenden? Das ist genau das, was Netflix tut. Netflix sieht sicherlich Alter, Demographie und vorherige Nutzung, aber warum hier anhalten? Visuelle Organisationen wie Netflix verstehen, dass das Erfassen des Verhaltens der Nutzer einen enormen Einfluss auf ihr Geschäft haben kann. Netflix schätzt die Bedeutung der Daten.

Ein spannender Weg, der durch die Einbindung von Meta-Daten und die Nutzung neuer Endgeräte nur noch interessanter wird. Wollen auch Sie der nächste Netflix werden, dann kontaktieren Sie uns unter info@m2dot.com — wir freuen uns!